Bereits im zweiten Jahr gibt es Sichtungen des Wiedehopfes am Weingut Schloss Sommerhausen, welches durch gezielte Maßnahmen wie beispielsweise Streuobstwiesen und Nistkästen die Art schützt. 

Der Wiedehopf gehört zu den Zugvögeln, die im Spätsommer zum Überwintern ins tropische Afrika, die Sahelzone und teilweise in die Mittelmeerregion ziehen. Ab März/April begibt er sich auf die Rückreise und siedelt sich teilweise auch in Deutschland an. Vor allem ist er in offenen Landschaften oder Streuobstwiesen zu finden, die mit geringmächtiger Vegetation gut zur Bodenjagd geeignet sind.

Schutzmaßnahmen in Weinbergsregionen

Bereits seit einigen Jahren fördert das Weingut Schloss Sommerhausen aktiv die Biodiversität vor Ort. So wurde beispielsweise spezielles Saatgut ausgebracht, um die Gassen und Säume zu begrünen. Dies dient sowohl der Förderung der Biodiversität als auch als Nahrungsangebot für Vogelarten, die auf der Roten Liste stehen.

 

Aktuell ist das Weingut bemüht, eine alte Streuobstwiese mit teils totem Altbestand durch neue Bäume aufzufrischen. Streuobstwiesen eignen sich hervorragend als Lebensraum für den unter Artenschutz stehenden Wiedehopf. Mit Wiedehopf-Nistkästen, die bereits 2022 in der Streuobstwiese angebracht wurden, konnten erste Erfolge erzielt werden. Seit 2023 werden die Nistkästen regelmäßig angenommen, und in der Fläche sind wieder die charakteristischen “hup hup”-Rufe des Vogels zu hören.

 

Die Verjüngung der Streuobstwiese ist für das Weingut Schloss Sommerhausen zu einer Herzensangelegenheit geworden. Für noch mehr Nistmöglichkeiten wurden weitere Nistkästen für den Wiedehopf bestellt. Zudem plant das Weingut zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität, um potenziell noch weitere Rote-Liste-Arten wie Ortolan und Steinschmätzer zu unterstützen.